Kamera Ratgeber

Welche Kamera sollst du kaufen? Welches Modell ist die richtige Wahl?

Eine Kompaktkamera? Spiegellose Systemkamera? Oder doch lieber eine Spiegelreflexkamera?

 

Hier findest du die drei Haupt-Kamera-Arten mit ihren Besonderheiten, Vor- und Nachteilen, sowie Anwendungszielgruppe. Neben einer kleinen Zusammenfassung findest du auch eine Ausführliche Beschreibung zu den einzelnen Arten.

Von Kompaktkameras über Systemkamera bis hin zur Spiegelreflexkamera

Du hast es bestimmt auch schon gemerkt! Der Kauf einer neuen Kamera ist gar nicht so einfach. Soll es gar deine aller erste Kamera sein, fühlst du dich bestimmt ziemlich erschlagen von den ganzen unterschiedlichen Modellen und Arten.

Ich habe mich bewusst für die drei Arten „Kompaktkamera, Systemkamera und Spiegelreflexkamera“ entschieden. Vielleicht denkst du dir jetzt…“STOPP..Was ist mit der Bridge-Kameras und den Smartphone Kameras?!“ – Du hast recht, die gibt es auch! Ich zähle die Bridge-Kamera mit zu den Kompaktkameras, denn von ihrer grundlegenden Technik sind sie nichts anderes, nur mit meist mehr Zoom und mehr Funktionen. Und beim Smartphone, naja, die Kameras sind zwar schon recht gut, aber ich zähle sie nicht in den Bereich der professionellen Fotografie.

 

Möchtest du etwas über die jeweilige Kamera-Art wissen, denn klicke einfach den entsprechenden Reiter an.

 

Viel Spaß beim Durchstöbern!

Die Kompaktkamera

Die meisten Hobby-Fotografen beginnen ihre fotografische Reise mit einer Kompaktkamera. Das liegt zum einem an ihrer kleinen, kompakten Bauweise und zum anderen am niedrigem Einstiegspreis.

Nun hast du die Wahl: Du kannst zum ausführlichen Artikel springen, oder du bleibst hier und bekommst die Zusammenfassung an. Oder beides 😉

Kompakt

Kompaktkamera – Die Fakten

Preisgestalltung

  • 60€ – 900€: Auch auf Grund ihres geringen Einstiegspreises sind Kompaktkameras die Einstiegsmodelle in die Fotografie.
  • Die günstigsten Modelle bekommst du heutzutage locker für unter 100€, wie zum Beispiel: Nikon Coolpix A10*
  • Für fast professionelle Bildqualität in kompakter Größe bekommst du dagegen zum beispiel: Sony DSC-RX100 II*

Anwendungsbereiche

  • Reisen: Die Kamera passt auf Grund ihrer geringen Größe wunderbar in die Jacken- oder Hosentasche und kann somit einfach überall mit hin genommen werden.
  • Einsteiger: Die meisten Modelle sind in ihrer Bedienung sehr einfach und selbst erklärend aufgebaut. Meist gibt es gar keine Möglichkeiten etwas manuell einzustellen.
  • Weiter entfernte Motive: Auf Grund ihres kleinen Bildsensors ist ihr Zoom-Umfang relativ groß. Somit können auch weiter entfernte Motive, wie zum Beispiel Tiere fotografiert werden.

Bildqualität

  • Auf Grund der geringen Größe besitzen Kompaktkameras nur einen kleinen Bildsensor. Dem zu Folge haben sie eine geringere Auflösung sowie schlechteres Rauschverhalten als die Spiegelreflexkameras und Systemkameras.
  • Dabei ist die Qualität von günstigen Modellen meist sogar etwas schlechter als von aktuellen Smartphones.
  • Sie punkten jedoch im Gegensatz zum Smartphone mit einem Zoom-Objektiv.

Wann ist eine Kompaktkamera für dich geeignet?

  • Wenn du eine kleine, handliche und einfach zu Bedienende Kamera sucht.
  • Du eine Kamera suchst, welche du immer und überall mit dabei haben kannst.
  • Wenn du nicht so viel Geld ausgeben willst. Für um die 250€ bekommst du schon eine solide und ordentliche Kompaktkamera.
  • Überlege, ob dir vielleicht auch die Kamera des Smartphones reichen würde. Du bekommst damit meist qualitativ ähnliche Fotos hin, nur fehlt der Zoom.

Vorteile und Nachteile

  • Handlich – passt in jede Hosen- oder Jackentasche.
  • Akzeptable Bildauflösung – Die meisten modernen Kameras verfügen über 20 Megapixel und mehr. 
  • Preislich erschwinglich – Sie sind bereits für teilweise unter 60€ erhältlich.
  • Anfängerfreundlich – Mit ihnen kannst du sofort loslegen, ohne dich großartig einzuarbeiten.
  • Fest verbautes Objektiv – Wegen der kompakten Form, lässt sich das Objektiv nicht wechseln. Du bist gezwungen für jede Situation das gleiche Objektiv zu nutzen.
  • Smartphone teilweise besser – Mittlerweile haben die Kameras der Smartphones soweit aufgeholt, dass diese in Sachen Bildqualität und Funktionen mithalten können oder gar teils besser sind.
  • Kaum manuelle Möglichkeiten – Die Kamera nimmt alle Einstellungen automatisch vor. Du hast fast keinen Spielraum für kreative Veränderungen.
  • Kleiner Bildsensor – Geringere Bildqualität und erhöhtes Bildrauschen bei schlechten Lichtsituationen.

Die Systemkamera

Bei der Systemkamera handelt es sich um eine Mischung aus der Kompaktkamera und der Spiegelreflexkamera.

Sie ist fast so kompakt wie die kleine Kompaktkamera, in Sachen Leistung aber nahe an der Spiegelreflexkamera dran.

Auch hier hast du die Wahl: Du kannst zum ausführlichen Artikel springen, oder du bleibst hier und bekommst die Zusammenfassung an. Oder beides 😉

Systemkamera

Systemkamera – Die Fakten

Preisgestalltung

  • 300€ – weit über 2.000€: Wie so oft, gibt es beim Preis nach oben keine Grenze. Du bekommst schon Einstiegsmodelle für um die 300€ und kannst für Spitzenmodelle mehrere tausend Euro investieren.
  • Achte aber auch darauf, ob bei dem Preis bereits ein Objektiv mit dabei ist.
  • Eine gute Einstiegerkamera für um die 330€ ist zum Beispiel die Panasonic LUMIX G*
  • Ein High End Modell für ca. 3.000€ wäre die Olympus OM-D E-M1*

Anwendungsbereiche

  • Allzweck: Da bei der Systemkamera das Objektiv gewechselt werden kann, kann diese Kamera mit dem jeweiligen Objektiv für jede Situation die richtige Wahl sein.
  • Vielreiser: Trotz der Möglichkeit des Objektivwechsels fällt die Größe noch human aus, was besonders auf Reisen praktisch ist, da die Kamera nicht ganz so wie eine Spiegelreflexkamera ins Gewicht fällt.
  • Kreative Fotografen: Durch die Möglichkeit der manuellen Bedienung wie z.B. die Blende, kannst du als Fotograf deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Bildqualität

  • großer Bildsensor: Die Systemkameras sind mit einem viel größeren Bildsensor ausgestattet als die Kompaktkameras. Dadurch haben sie eine höhere Auflösung und viel besseres Rauschverhalten.
  •  3 Bildsensoren:  Bei den Systemkameras kommen die drei Sensoren MFT, APS-C und Vollformat zum Einsatz, welche auch eine bessere Schärfentiefe zulassen.
  • Je größer und besser der Bildsensor in der Kamera ist, desto teurer werden die Modelle.

Wann ist eine Systemkamera für dich geeignet?

  • Wenn du dich wirklich intensiv mit der Fotografie beschäftigen willst.
  • Den Freiraum durch die Möglichkeit der Wechselobjektive sowie manuellen Einstellungen magst.
  • Top Bildqualität benötigst. Welche dank des großen Bildsensors gut möglich ist.

Vorteile und Nachteile

  • Großer Bildsensor – Dadurch bekommst du eine bessere Bildqualität und geringeres Bildrauschen.
  • Kreative Möglichkeiten –  Wechselobjektive und manuelle Bedienung ermöglichen die viel Spielraum.
  • Umfangreiches Zubehör – Es gibt eine Vielfalt an Objektiven und anderes Zubehör.
  • Sucher -Es ist an den meisten Modellen ein Sucher, ein elektrischer Sucher vorhanden.
  • Handlich – Trotz der Möglichkeit der Wechselobjektive ist die Kamera nicht ganz so schwer und unhandlich. Wobei dies Ansichtsache ist.
  • Teuer in der Anschaffung – Im Gegensatz du den einfachen Kompaktkameras ist eine Systemkamera schon relativ teuer in der Anschaffung, wobei du auch mit bedenken musst, dass jedes Wechselobjektiv seinen Preis hat.
  • Nicht ganz so Handlich – Auch, wenn der Body der Systemkamera relativ handlich ausfällt, wird dieser Vorteil zum Teil durch das Objektiv wett gemacht, welches je nach länge, mehr oder weniger herausragt.
  • Geringe Akkuleistung – Das LCD-Display und der elektrische Sucher müssen immer mit Strom versorgt werden, das zerrt natürlich am Akku. Hier gilt, nimm genügend Ersatz-Akkus mit.
  • Etwas Einarbeitung notwendig – Da diese Kameras um einiges mehr Funktionen an Bord haben, ist es oft notwendig sich vor dem fotografieren ausführlich mit der Kamera zu beschäftigen.
  • Staubanfällig – Durch das Wechseln der Objektive liegt der Bildsensor frei und es kann sich Staub oder gar Dreck drauf ablegen. 

Die Spiegelreflexkamera

Unter den ambitionierten Einsteigern und eingefleischten Profis ist klar, dass die digitale Spiegelreflexkamera die am weitesten verbreitete Kamera-Art ist.

Hier natürlich auch wieder die Wahl: Du kannst zum ausführlichen Artikel springen, oder du bleibst hier und bekommst die Zusammenfassung an. Oder beides 😉

DSRL

Spiegelreflexkamera – Die Fakten

Preisgestalltung

  • 400€ – weit über 5.000€: Wie so oft, gibt es beim Preis nach üben keine Grenze. Du bekommst schon Einstiegermodelle für um die 350€ (mit Kit-Objektiv) und kannst für Spitzenmodelle auch hier mehrere tausend Euro investieren.
  • Achte aber auch darauf, ob bei dem Preis bereits ein Objektiv mit dabei ist.
  • Eine gute Einstiegskamera für um die 330€ ist zum Beispiel die  Canon EOS 1300D*
  • Ein High End Modell für stolze um die 5.000€ wäre die Canon EOS 5D Mark IV*

Anwendungsbereiche

  • Allzweck: Da auch bei der Spiegelreflexkamera das Objektiv gewechselt werden kann, kann diese Kamera mit dem jeweiligen Objektiv für jede Situation die richtige Wahl sein.
  • Journalismus Fotografie: Mit einer großen Kamera fällst du mehr auf und wirst als Profi eher wahr genommen.
  • Kreative Fotografen: Durch die Möglichkeit der manuellen Bedienung wie z.B. die Blende kannst du als Fotograf deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Bildqualität

  • großer Bildsensor: Die Spiegelreflexkameras sind mit ähnlichen Bildsensoren ausgestattet, wie die Systemkameras. In richtigen Profigeräten kommt jedoch fast nur der Vollformat-Sensor zum Einsatz.
  •  2 Bildsensoren:  Bei den Spiegelreflexkamera kommen die zwei Sensoren APS-C und Vollformat zum Einsatz, welche ebenso eine bessere Schärfentiefe zulassen.
  • Je größer und besser der Bildsensor in der Kamera ist, desto teurer werden jedoch auch die Modelle.

Wann ist eine Spiegelreflexkamera für dich geeignet?

  • Wenn du dich wirklich intensiv mit der Fotografie beschäftigen willst
  • Den Freiraum durch die Möglichkeit der Wechselobjektive sowie manuellen Einstellungen magst.
  • Top Bildqualität benötigst. Welche dank des großen Bildsensors gut möglich ist.
  • Du auf jeden Fall auffallen und als Fotograf wahr genommen werden willst.

Vorteile und Nachteile

  • Großer Bildsensor – Dadurch bekommst du eine bessere Bildqualität und geringeres Bildrauschen.
  • Kreative Möglichkeiten –  Wechselobjektive und manuelle Bedienung ermöglichen die viel Spielraum.
  • Umfangreiches Zubehör – Es gibt eine Vielfalt an Objektiven und anderes Zubehör.
  • Sucher- Es ist an den meisten Modellen ein Sucher, meist einen optischen Sucher vorhanden. Ausnahmen gibt es hier bei den Modellen von Sony, welche einen elektrischen Sucher haben.
  • Schnelles Auslösen – Die Spiegelreflexkameras lösen fast zeitgleich mit Drücken des Auslösers aus.
  • Sehr teuer in der Anschaffung – Im Gegensatz du den einfachen Kompaktkameras oder mittleren Systemkameras, kann eine Spiegelreflexkamera in der Anschaffung schon richtig ins Geld gehen, wobei du auch hier bedenken musst, dass jedes Wechselobjektiv seinen Preis hat.
  • Unhandlich – Allein der Body ist schon recht groß und schwer. Wenn du jetzt noch ein großes Objektiv drauf befestigst, ist die Kamera alles andere als handlich und kompakt.
  • Einarbeitung notwendig – Da diese Kameras um einiges mehr Funktionen an Bord haben, ist es oft notwendig sich vor dem fotografieren ausführlich mit der Kamera zu beschäftigen.
  • Staubanfällig – Durch das Wechseln der Objektive liegt der Spiegel, sowie der Bildsensor frei und es kann sich Staub oder gar Dreck drauf ablegen. 

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